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Arnika |
Arnika
Bezeichnung Arnika, Blüten; Bergwohlverleih, Wolfskraut, Engelkraut, Wundkraut, Kraftwurz, Wolfsgelb, Fallkraut, Flos Arnicae
Herkunft Bergregionen Europas bis Südrussland, wild vorkommend
Verwendung Zur unterstützenden Behandlung von Verletzungs und -Unfallfolgen wie Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel und -Gelenkschmerzen, Schwellungen infolge Quetschungen und stumpfen Verletzungen, zur Förderung der Resorbtion von Blutergüssen. Äusserlich: Blüten: 1-2 TL mit Arnikablüten (2-3g) pro Tasse mit heissem Wasser übergiessen, 10 Min. ziehen lassen - Soweit nicht anders verordnet, Gaze oder Baumwollwindel mit dem Aufguss durchtränken und auf die entsprechenden Körperpartien auflegen - Umschläge mehrmals täglich erneuern. Tinktur: für Umschläge: 3- 10fach mit Wasser verdünnen. Innerlich: Als homöopathische Globuli oder Tropfen - beschleunigt den Heilprozess. Dosierung und Potenz nach Bedarf.
Sagenhaftes Die Arnika trägt die Die Signatur der leuchtenden Bergsonne (Arnika montana) und die wilde Kraft des Wolfes (Wofskraut, Wolfsgelb) in sich. Gänzlich geöffnet steht sie in der Bergsonne und strahlt orange-gelb zurück. Ihre Blüten sind wie Wolfsaugen aus denen die eingefangene Sonne blitzt. Sie gehört wie das Johanniskraut zu den Sonnenwendkräutern der Kelten. Das Wolfsauge wurde zu Johanni (Sommersonnenwende) als Wächter um die Felder gesteckt um das Getreide vor dem Korndämon, dem Bilwisschnitter (auch Bilmesschnitter) zu schützen. Der Bilwis - der "um Wunderbares Wissende" - war zur Zeit der Germanen und Kelten der, der die Felder schützte. Er steckte die Arnika (Wolfskraut) um die Felder damit der "Kornwolf" - die Kraft der Felder - nicht schwand. Wenn das Korn im Wind wogt und sich sanft von einer Seite auf die andere neigt, dann streicht der Kornwolf durch das Getreide - wenn diese Kraft das Feld verlässt schwindet das Korn, so sagt man. Später bei der Ernte schlüpft der Kornwolf in die letzte Garbe; sie wurde geschmückt und triumphierend von den Schnittern unter grossem Jubel ins Dorf getragen oder sie banden diese letzte Garbe in Form eines Wolfes zusammen und stellten sie in den Wald. Damit der Wolf entwischen durfte sammelte der Bauer die Arnikapflanzen wieder ein und bedankte sich bei der Wolfsblume für den Schutz seiner Felder. Die Arnika ist der keltischen Göttin Freya geweiht.
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