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Basilikum


Bezeichnung
 
Basilikum, -Kraut, -Blätter; Basilienkraut, Königskraut, Herrenkraut

Herkunft   Subtropen und im ganzen Mittelmeergebiet

Verwendung  Getrocknete Blätter als Gewürz und als Tee.
Traditionell als verdauungsförderndes Mittel. Unterstützend bei Appetitmangel, bei Blähungen und Völlegefühl. Äusserlich unterstützend bei Entzündungen des Rachenraumes. Wichtiges Gewürz der mediterranen Küche.


Kraut als Tee: 1-2 gehäufte TL mit heissem Wasser übergiessen, 10-15 Min. ziehen lassen. Unterstützend bei chronischen Blähungen 2-3mal täglich zwischen den Mahlzeiten.

Sagenhaftes Basilikum stammt aus Indien, wurde aber schon zur Zeit der Pharaonen nach Ägypten eingeführt. Der heute gebräuchliche Name bedeutet "Königskraut" und wird vom griechischen "basilikon" (königlich) abgeleitet. In Indien wird der Basilikum als heilig verehrt und, nebst vielen anderen Namen, als "tulasi" (die unvergleichliche Eine) oder bhutagni (Dämonentöter) bezeichnet. Der indische Basilikum (Ocimum sanctum) ist eng mit unserem vertrauten Basilikum verwandt. - Basilikum öffnet Herz und Geist und spendet die Energie der Liebe- und Hingabe (bhakti). Basilikum ist Vishnu und Krishna geweiht, stärkt Glauben, Mitleid und Klarheit. Beim wichtigste nepalesischen Fest zu Ehren Vishnus, dem Haribodhini Ekadasi, der "Rückkehr des Herrn Vishnu" , das am elften Tag der zweiten Woche im kartika, im "Wachsenden Mond" (meist Mitte November) abgehalten wird, gibt es ein symbolisches Hochzeitsritual. Dabei wird  Vishnu (=Narayan) in seiner Inkarnation als Saligram (Fluss- bett- Stein), mit Lakshmi (Gemahlin und tantrische Gefährtin Vishnus) in ihrer Gestalt als heilige Tulasi-Pflanze vermählt. Doch in der alten Indischen Mythologie wird die Hochzeit etwas anders erzählt: Eine Frau namens Tulasi verehrte Vishnu nicht nur - wie es sich gehört -, sondern begehrte ihn als Ehemann. Sie betete über einen Zeitraum von Jahrhunderten um die Erfüllung ihres Wunsches. Lakshmi, die rechtmässige Gemahlin Vishnus, ertrug den Gedanken nicht, eine Rivalin zu haben. Kurzerhand verwandelte sie Tulasi in eine Duftende Pflanze. Vishnu, von der Hingabe der Frau ergriffen, war über Lakshmis Tat erzürnt. Er verwandelte sich in ein Saligram, um in dieser Gestalt für ewig  Gefährte Tulasis zu sein. Aus diesem Grund werden Stein und Pflanze alljährlich miteinander verheiratet. (Gandhi und Singh).

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