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Beinwell |
Wallwurz
Bezeichnung Beinwell, Wallwurz, Waldwurz, Wundallheil, Beinwellwurzel, Beinbruchwurzel, Schadheilwurzel, Wundwurzel, Milchwurzel, Schneewurzel, Schmeerwurz, Radix Symphyti
Herkunft Heimisch in fast ganz Europa, im Osten bis Sibierien vorkommend
Verwendung Äusserlich in Form von Umschlägen und Pasten als entzündungshemmendes Mittel bei Knochenhautreizungen, Gelenkentzündungen, Gichtknoten, zur Förderung der Kallusbildung bei Knochenbrüchen, bei Sehenscheidenentzündungen, Arthritis, Quetschungen, Hämatomen, unterstützend bei Thrombophlebitis (oberflächliche Venenentzündungen), Mastitis (Milchbrustgangentzündunge), Drüsenschwellungen sowie zur Behandlung schlecht heilenden Wunden und Furunkel. Abkochungen unterstützend als Mund und-Gurgelwasser bei Paradontose, Pharingitis (Rachenentzündung), und Angina. Äusserlich: Abkochung 1:10 (1 TL = ca. 4g), oder mit heissem Wasser übergossenene, gemahlenen Wurzel als Umschlagspaste. Auch in Form von Tinktur zur äusserlichen Anwendung und innerlich als homöopathische Arznei.
Sagenhaftes Seit langer zeit wird die Wallwurz (wallen = zusammenwachsen) als Heilmittel für gebrochene Knochen und bei Gewebeverletzungen mit grossen Erfolg verwendet. Die Pflanze, so erkannten schon unsere Ahnen, trägt die Signatur des Planeten Saturn. Dieser steht für die zusammenfügenden, festhaltenden und verärtenden Kräfte. Saturnpflanzen haben oft harte, rauhe Oberflächen, wie z.B. auch der Schachtelhalm. Diese Pflanzen öffnen ihre Blüten nicht zum Licht, sondern neigen sie nach unten. Auch die Blüten des Beinwell sind zum Boden hin geöffnet. Angeschittene Wurzeln wachsen im Boden wieder zusammen, auch dies deutet auf eine zusammenfügende Kraft der Pflanze. Der Arzt und Astrologe Nicholas Culepepper schrieb im 17. Jahrundert: "Dies ist eine Pflanze des Saturn, sie steht unter dem Zeichen des Steinbocks, kalt, trocken und erdig in ihrer Qualität."
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