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Boldo


Boldoblätter

Bezeichnung
  Boldo, Boldoblätter, Boldiblätter, Boldublätter, Folia Boldo

Herkunft  Heimisch in Chile. Typische Planze einer Trockenvegetation

Verwendung  Zur unterstützung der Gallen und -Magensaftproduktion, Gallentreibend. Leicht harntreibend und Sedativ (beruhigend).Auch als Tinktur und Räucherkraut. 1-2 TL geschnittenen Blätter pro Tasse mit heissem Wasser übergiessen, 10 min. ziehen lassen. Zur Förderung der Gallensaftsekretion 2-3 Tassen pro Tag. Als Tinktur.

Sagenhaftes Der Boldo oder Boldu genannte kleine strauchartige Baum stammt aus dem trockenen Hochland Chiles. Die ledrigen Boldoblätter werden dort seit Jahrtausenden rituell und medizinisch verwendet. Am Monte verde, dem "grünen Berg", in der chilenischen Provinz Llanquiheu wurde ein späteiszeitliche Siedlung ausgegraben, die mittels der Radio-Carbonbestimmung auf das Alter von 13 000 Jahren datiert wurde. In dieser Siedlung gab es eine Medizinhütte, in der 27 Heilpflanzenteile entdeckt wurden. Ein grosser Teil des geborgenen Pflanzenmaterials bestand aus ausgekauten Boldoblättern. Ob Boldo zu dieser Zeit bereits als Räucherstoff verwendet wurde, ist aus den Funden nicht ersichtlich aber durchaus denkbar. Bei den Indianern gilt er als grosses Heilmittel und wird bei verschiedensten Beschwerden eingenommen oder geräuchert. Sie räuchern mit Boldoblättern, die sie mit dem Harz von Copal, Pinie oder Kiefer vermischen. Boldoräucherungen wirken berughigend, innerlich reinigend und ausgleichend und helfen deswegen bei Nervosität und Schlafstörungen. Die Blätter duften aromatisch nach Minze, Kampfer, Lorbeer und Trauben.
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