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Angelikawurzel
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Angelikawurzel Engelwurz |
Angelikawurzel
Bezeichnung Angelika, Angelikawurzel, Heiligenwurzel, Heiligengeistwurzel, Heiligenbitter, Geistwurzel, Erzengelwurzel, Theriakwurzel, Brustwurz, Walsbrustwurz, Giftwurz, Zahnwurzel, Glückenwurzel, Gartenangelika, Radix Angelicae
Herkunft Heimisch in allen gemässigten Zonen Europas und Asiens, vor allem in den nördlichen Regionen
Verwendung Unterstützend bei Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen, mangelnden Verdauungssäften. Zur Herstellung von Bitterschnäpsen und Kräuterlikören. 1-2 TL geschnittene Wurzel mit siedendem Wasser übergiessen, 10 min. ziehen lassen, oder Wurzel im kalten Wasser Ansetzen und kurz Aufkochen. Während der Einnahme intensive Sonnenbestrahlung und Solarien meiden.
Sagenhaftes In unseren Wäldern, auf feuchten Wiesen, an Uferböschungen steht eine nordische Pflanzenriesin. Mannshoch, edel gewachsen, von stattlicher Gestalt und vor Kraft strotzend. Die Engelwurz oder kurz Angelika genannt liebt die feuchte, kühle Luft des Nordens, und ihre alten Namen wurden ihr hoch oben in Grönland verliehen. In Island (ca. im 12 Jahrundert) hatte die Angelika sogar einen eigenen Gesetzestext erhalten: eine Angelika auf fremden Grund und Boden durfte nicht ausgegraben werden. Erst im 14. jahrhundert haben Mönche die Wurzeln aus dem Norden mitgebracht und in den südlicheren Klostergärten angepflanzt. Auch war die Angelika ein wichtiger Bestandteil des Theriaks, eine art dickes dunkelbraunes bis schwarzes Mus aus verschiedenen pulverisierten Pflanzenteilen, Honig und Wein hergestellt. Theriak galt als regelrechtes Geheimmittel (Theriak ist noch heute ein wichtiger Bestandteil des Schwedenbitters) und die Rezepturen wurden streng gehütet. Die Mönche, welche die Engelwurz eingeführt hatten und in ihren Klostergärten anbauten, verarbeiteten sie vorzugsweise zu Elixieren. der berühmte Melissengeist der Karmeliternonnen enthielt ebenfalls Engelwurz und ist bis heute ein altbekanntes Heilmittel geblieben. Der delikate Chartreuse-Likör wurde ebenso aus der ursprünglich bitteren Engelwurztinktur hergestellt. Nichola Culepepper hat die astrologischen Eigenschaften der Angelika beschrieben: "Sie ist eine Pflanze der Sonne, die im Löwen steht. Wir sollten sie sammeln, wenn sie in diesem Zeichen steht, und der Mond zu ihr in einem guten Aspekt steht. Wir sollten sie entweder in der Stunde der Sonne sammeln oder in der Stunde des Jupiter..." Die Angelika hat also die Kraft der Sonne - die Lebenskraft, Herzkraft, Vitalität des Löwen was ihr das grosszügige Wesen verleiht auf breiter Ebene den ganzen Körper zu stärken. Sie widersteht Saturn und seinen Krankheiten, Epidemien, Siechtum, chronischen Krankheiten, verhärtungen, Mutlosigkeit, Verzweiflung und Angst. Die Engelwurz ist ein Kraut für Schwachherzige und Mutlose, sie bringt Freude in die dunkle Stimmung. Die alten nordländischen Sänger haben sich mit ihr bekränzt, bevor sie sangen, um Begeisterung und Freude in ihren Liedern zum Ausdruck zu bringen - und um die Angst vor den Auftritten zu nehmen. Diese Pflanze galt für sie als ein Sinnbild von Begeisterung und Inspiration.
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Kräuter |
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