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Eiche |
Eichenrinde
Bezeichnung Eichenrinde, Weisseichenrinde, Eichenlohe Cortex quercus (robur)
Herkunft Europa
Verwendung Eichenrinde, geschnitten. Unterstützend (äusserlich) bei Frostbeulen, Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, vermehrtem Fussschweiss, Analfissuren.Innerlich traditionell als verdauungsförderndes Mittel.
Tee: 1/3 TL pro Tasse kalt ansetzen, mehrere Stunden (oder über Nacht) stehen lassen, aufkochen und einige Minuten ziehen lassen.
Äusserlich: 10%ige Abkochung (100g Rinde in 1Liter Wasser). 2 mal täglich anwenden.
Sagenhaftes Die Eiche, als einer der ersten Bäume nach der grossen Eiszeit, bildete zusammen mit der Ulme die ersten Ur-Laubwälder. Die Jahrhunderte alte Geschichte der Eiche inspirierte zu vielen Baumgeschichten, erfundenen, erlebten und welchen aus längst vergessenen Zeiten und Welten. Die Eiche ist die Einweihungshöhle einer uralten Baumgöttin der versunkenen, germanischen Kultur. Die Eiche (besonders einige berühmten Eichenheiligtümer wie die Donareiche bei Kassel) ist eines ihrer vielen Heiligtümer. Dieser mächtige Baum war Donar, dem Gewitter- und Kriegsgott unterstellt. Seine Eichen liebkoste er besonders gern mit Blitzen, was für die Germanen die Gegenwart des Gottes bedeutete. Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen kannst du Linden grad nicht finden bezieht sich auf die Liebschaft zwischen Blitzgott und Eichenbäumen. Eichen stehen mit Vorliebe auf Kreuzungspunkten von Wasseradern, über welchen bevorzugt der Blitz einschlägt. Ihre langen Pfahlwurzeln dringen bis tief in die Erde und bilden daher einen mächtigen Blitzableiter. Auch bei den Kelten waren die Eichen heilig. Von dem keltischen Namen dair (auch duir) für Eiche ist auch der Name Druide abgeleitet. Für die Druiden, den geistigen Führern der Kelten, war eine kleine Pflanze, die auf den Eichen wächst, das heiligste Gewächs. Die Eichenmisteln wurden einmal im Jahr, im 6. Mond des Jahres, von den Druiden geschnitten. Ohne die Erde zu berühren waren die Misteln gewachsen, und ohne mit der Erde nach dem Schnitt in Berührung zu kommen fertigten sie daraus Amulette und brauten Tränke, um vor Dämonen und Krankheit zu schützen. "...unter den stampfenden Füssen der schnellen Eiche dröhnten Himmel und Erde - mannhafter Wächter der Pforte heisst ihr Name in allen Sprachen." ( von Taliesin, dem grossen Barden aus seinem Gedicht "Die Schlacht der Bäume und Sträucher" ).