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Edeltanne Weisstanne |
Bezeichnung Edeltanne, Weisstanne, Abies alba
Herkunft Mittel- und Süeuropäische Gebirge, Nordamerika
Verwendung Das ätherische Öl und das Harz der Edel- oder Weisstanne wird von den Menschen schon seit ewigen Zeiten gesundheitsfördernd eingesetzt. Vor allem in Form von Edeltannenzusätzen in Bädern und Einreibemitteln, als ätherisches Öl zur Luftreinigung und zur Unterstützung der Luftwege bei Erkältugskrankheiten und als Räucherstoff für Schutz- und reinigenden Räucherungen.
Sagenhaftes Bis in unsere Zeit hinein reichen die Bräuche, die sich mit der majestätischen Tanne verbinden. Bereits in der Steinzeit kannten die Menschen die Tanne als Heil- und Lebensbaum. Die Kelten weihten die Tanne und andere Koniferengewächse wie die Föhren, Kiefern und Fichten der Göttin Druantia, der Braut des Winterkönigs. Die Tanne war wie die Eibe ein Baum der Wintersonnenwende, sie symbolisierten als Lichtbäume das kommende neue Licht im Verlauf der Jahreszeiten. Die Natur selbst mit ihrem Jahresablauf gab zu diesem Gedanken Anstoss. Wenn die Tage kürzer werden, und die Nacht schon fast die Vorherrschaft gewonnen hat, siegt letztendlich doch das Licht am 21. Dezember im Wendekreis des Krebses über die Dunkelheit und die Tage werden langsam wieder länger. Auch dieses Fest wurde nach der Zeitwende zum christlichen Weihnachtsfest umgemünzt. Und mit "unbezahl"barer Münze kaufen wir noch heute die gefallenen Bäume, um sie an diesem wunderbaren Fest in unsere Wohnzimmer zu stellen, anstatt sie in ihrer ganzen Pracht in Mitten der Natur zu bewundern und mit ihnen zu feiern. Noch heute hängen an den Weihnachtszweigen Äpfel und Nüsse, beides sind uralte Fruchtbarkeitssymbole, wenngleich inzwischen aus den meisten Äpfeln glänzende Weihnachtskugeln geworden sind. Auch die Kerzen des römisch-griechischen Dionyseusfestes (Dionyseus, griech. Fruchtbarkeitsgott) sind im Laufe der Jahrhunderte nicht verloren gegangen, sie stecken jetzt zwischen den Zweigen des Weihnachtsbaumes. Und zur Feier des Sieges des Lebens über den Tod und Dunkelheit hängen noch heute manchmal die Leb-e-kuchen dazwischen.
Wir können die Tannennadeln und die Harze der Tanne auch für Licht- und Schutzräucherungen verwenden. Räucherungen mit Tannenharz- und Nadeln, so hiess es noch in alten Kräuterbüchern, stärken die Nerven, machen kräftig, mutig und stärken die Widerstandskraft. Hildegard von Bingen schrieb vor 800 Jahren: "Die Tanne ist mehr warm als kalt und hat viele Kräfte in sich. Und sie bezeichnet die Tapferkeit. Denn an welchem Ort auch immer Tannenholz ist, hassen und meiden es die Luftgeister mehr als andere Orte, und schlechter Zauber und Magie haben dort weniger Kraft" aus Hildegard von Bingen, Physica III
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