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Das Räuchern - Genuss mit allen Sinnen
Räuchern in unserer Zeit In den letzten Jahren hat die Aromatherapie ein stetig wachsendes Interesse gefunden. Die ätherischen Öle, die flüssigen und flüchtigen Inhaltsstoffe der Pflanzen, sind inzwischen in fast jedem Haushalt anzutreffen und erfreuen sich grosser Beliebtheit. Unser, seit langer Zeit vernachlässigter Geruchsinn ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Erst langsam entdeckt die moderne Wissenschaft (wieder), welche imense Bedeutung das "Riechen" auf das menschliche Leben hat. In vielen, die sich in den letzten Jahren mit ätherischen Ölen beschäftigt haben, ist nun ein wachsendes Interesse an Räucherwerk entstanden. Wir laden Sie ein die Wurzel der Aromatherapie kennenzulernen. Wenn wir etwas "gut riechen" können Der Geruchsinn ist entwicklungsgeschichtlich einer unserer ältesten Sinne. Er sitz im ältesten Teil unseres Gehirns, im Stammhirn (limbisches system). Erst später entwickelte sich unsere Grosshirnrinde (Cortex), wo wir unsere Eindrücke bewusst wahrnehmen und klassifizieren. Als Mittel der Wahrnehmung war der Geruchsinn ursprünglich noch wichtiger als das Sehen, das sich erst später entwickelt hat. Beim Menschen ist von der einstigen Leistungsfähigkeit dieses "Sinns" nicht mehr viel übrig und trotzdem spielen die Geruchswahrnehmungen in unserem leben eine grosse, aber oft unbewusste Rolle. Was ein Duftstoff als Empfindung auslöst (mehrheitlich unbewusst), wird vom ganzen Menschen erlebt. Gerüche können anregen, aufheitern und uns "anziehen", ebenso können sie abstossend, warnend wirken und entsprechende Schutzreaktionen auslösen wie z.B. Flucht.
Wenn wir uns "erinnern" Alle unsere Erinnerungen, z.B. an einen bestimmten Ort oder Situation sind immer mit Düften gekoppelt gespeichert. Der Duft eines frischgebackenen Sonntagszopf entführt uns sogleich in glückliche Tage unserer Kindheit und verleiht uns ein Gefühl der wohligen Wärme - der Duft von Kreide versetzt uns nochmals kurz in die Zeiten von Schulzimmer, Wandtafel etc. Beim Reisen verbinden wir die Eindrücke stets mit dem uns umgebenden Duft - erschnuppern wir denselben Duft wieder, holen wir sofort (aber unbewusst) die entsprechenden "Bilder" hervor. Es existieren Düfte und Duftkompositionen, die schon in den alten Hochkulturen zu bestimmten Zwecken, Situationen eingestzt wurden und man kann davon ausgehen, dass die damit verbundenen Emotionen noch heute die selben sind wie damals. Durch die Jahrtausende hindurch entstand so vielleicht eine Art kollektive Erinnerung (morphogenetisches Feld), deren "Duftspuren" bis in die heutige Zeit reichen und uns ermöglicht, eine Reise in vergangene Kulturen zu erschnuppern. In diesen alten Kulturen wurde das Räuchern eingesetzt, um sich mit den Kräften der uns umgebenden Natur in verbindung zu treten, um Botschaften zu erhalten und Zusammenhänge zu begreifen. Beim Räuchern offenbart sich dei Kraft und Seele einer Pflanze. Wenn wir beim Räuchern aufmerksam den Duft wahrnehmen, können wir uns von ihm in das Reich der Natur, in die Geheimnisse der Pflanzen einweihen lassen und erfahren dadurche eine seelische Bereicherung. Mit dem ursprünglichen Ritual des Räucherns erschliessen wir uns die alte Weisheit der Verbindung von Mensch und Pflanze neu. Räucherheilkunde Beim Räuchern können die frei werdenden, duftenden Substanzen auch pharmakologisch wirksam sein. Heilende Räucherungen können zu unterstützenden Behandlung verschiedenster Erkrankungen und als Ergänzung zu diversen Therapien eingesetzt werden. Näheres dazu erfahren Sie jeweils bei den nachfolgenden Beschreibungen der einzelnen Räucherstoffe.
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