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Der Honig wird nicht direkt von den Bienen gesammelt, sondern aus dem Nektar, der von den Blüten der Pflanzen produziert wird. Um ihren kleinen Honigmagen einmal mit Nektar zu füllen, muss eine Biene 1'500 Kleeblüten anfliegen. Bis bescheidene 500g Honig entstehen können, müssen die Bienen den Nektar von rund 2 Millionen! Blüten sammeln. Aus einem Liter Nektar entstehen nach einem komplizierten Fermentationsprozess 300g reiner Honig. |
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So gesehen ist also die Bezeichnung „fleissiges Bienchen“ mehr als würdig. Honig enthält nebst Zucker, auch Mineral- und Vitalstoffe und steigert die körperliche Widerstandskraft. Der Honig ist ein universelles Genuss“lebens“mittel das in keiner Küche fehlen darf.
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Sagenhaftes Die fleissigen Bienen bevölkern unseren Planeten in nahezu unveränderter Form seit 35 bis 40 Millionen Jahren. In einem in der Ostsee gefundenen Bernstein, dessen Alter auf 40-60 Millionen Jahre geschätzt wird, fand man Bienen, die sich kaum von der heutigen Honigbiene unterscheiden. Es wird angenommen, dass die Nomadenvölker Zentralasiens zur Verbreitung des Honigs beigetragen haben. Sieht man von der Antarktis ab, so gibt es Bienen in allen Erdteilen. Schon im alten Ägypten, in Babylonien, Indien und China wurde Honig als göttlicher „Nektar“ verehrt. Entsprechend früh stand bei diesen Völkern die Bienenhaltung in hoher Blüte. In Ägypten wurden die Bienen schon während der 1. Dynastie, um ca. 3200 vor der Zeitwende, als Symbol der Pharaonen und des Königreichs verehrt. Seit dieser Zeit symbolisiert die Biene in der Hieroglyphenschrift das Königtum. „Der Honig wird der Sonne zugeordnet. Er gehört auch zum Element Luft, und seine Energien sind gut für Reinigung, Liebe, Glück, Zufriedenheit, Spiritualität, Glück und Sexualität“ (Scott Cunningham, aus „Magie der Küche“.)
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„ Der Honig ist das Epos der Liebe, die Stofflichkeit des Unendlichen. Klangende Seele und Blut der Blumen, verdichtet durch einen anderen Geist.“
„ Und so ist der Honig des Menschen Poesie, die aus seiner schmerzenden Brust quillt, aus einer Wabe mit dem Wachs der Erinnerung, geformt von der Biene des Innersten.“
Aus „Das Lied vom Honig“ von Frederico Garcia Lorca, November 1918, Granada.
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Erwähnenswert Nebst dem Sammeln von Blütenpollen und dem Herstellen von Honig, produzieren die Bienen noch andere Wertvolle Substanzen wie Propolis (Bienenkittharz) und Geleé Royale (Weiselfuttersaft). Propolis wird innerlich und äusserlich angewendet für verschiedenartigste Beschwerden.
Propolis: Propolis ist besonders wirksam gegen Pilze, Viren und Bakterien. Das Kittharz der Bienen ist eine dunkelbraune, zähe und feste Masse. In der Naturheilkunde wird Propolis in Form einer Tinktur zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte, besonders bei Infektionskrankheiten eingesetzt. Das Harz verströmt beim verglimmen einen warmen, balsamischen, honigartigen Duft, der entspannende Wirkung hat.
Geleé Royale: Der königliche Saft hat die Menschen schon immer fasziniert. Er wirkt wie man weiss, vor allem auf die Erneuerungsprozesse stimulierend. Der Geleé Royale wird daher oft als „Wundermittel“ zur allgemeinen Leistungs- und Konzentrationssteigerung angepriesen. Er dient jedem Bienenvolk zur lebenslangen Ernährung der Königin. Nur dank dieser Nahrung ist es ihr möglich, täglich bis zu 2000 Eier zu legen und trotz dieser enormen Leistung 4 bis 6 Jahre zu leben. Geleé Royale wird täglich nur in sehr kleinen Mengen von 200 bis 300mg pro Bienenvolk gebildet. Für seine Gewinnung kommen nur starke Bienenvölker mit vielen jungen Bienen in Frage. In den Bienenstock werden künstliche Königinnenzellen eingehängt. Die eintägigen Larven werden, wenn man dem Volk die Königin wegnimmt, mit Weiselfuttersaft (Geleé Royale) gefüttert, damit die Bienen möglichst rasch wieder zu einer „neuen“ Königin kommen. Dadurch erzeugt man im Bienenstock aber eine Extremsituation und setzt die gesamte gesunde Entwicklung der Königin und das Leben des gesamten Bienenvolks aufs Spiel. Geleé Royale ist unter „natürlichen“ Blickwinkeln ein absolutes Luxusprodukt. Um eine „gute“ Kurwirkung zu erzielen wird eine tägliche Einnahme von 250mg bis 500mg teilweise bis zu 1000mg empfohlen (pro Bienenvolk kann pro Saison, 3-4 Monate, 400-600g Futtersaft entnommen werden). Bienenfreunde und naturnah wirtschaftende Imker lehnen daher die Produktion von Geleé Royale für die menschliche Ernährung generell ab. Es ist auch durchaus denkbar, dass ein Heilmittel, das unter derartigen Bedingungen produziert werden „muss“, eventuell eine negative Prägung erhält. Jedem verantwortungsbewussten Verbraucher empfiehlt es sich daher regelmässig Bienenhonig, ab und zu Blütenpollen und sofern nötig, das wertvolle Propolis einzunehmen. Diese Produkte wirken in ihrer Kombination ähnlich wie Geleé Royale.
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